Herausnehmbare Geräte

 

   

Herausnehmbare Geräte – oder auch „lose Zahnspangen“ – müssen heutzutage keine riesigen „Klötze“ mehr sein, die die Sprache behindern und den Speichelfluss übermäßig stimulieren. Dank neuer Techniken werden sie immer graziler und komfortabler, außerdem sind sie in nahezu jeder Lieblingsfarbe herstellbar oder mit lustigen Motiven versehen!

Herausnehmbare Geräte werden häufig während des Zahnwechsels (etwa 9.-13. Lebensjahr) eingesetzt, um den Platz für die durchbrechenden bleibenden Zähne zu erhalten. Ohne diese Maßnahmen könnten die hinteren Seitenzähne nach vorne rutschen und diesen Platz „klauen“, was einen Engstand für die durchbrechenden Zähne zur Folge hätte. Mit herausnehmbaren Zahnspangen kann man auch den ganzen Kiefer dehnen oder Zahngruppen bewegen.

Während des Wachstums können skelettale Kieferfehlstellungen (z. B. der „Rückbiss“) schonend und physiologisch über sogenannte funktionskieferthopädische Apparaturen korrigiert werden. Bei der durchzuführenden Bisslagekorrektur wird der Unterkiefer in der therapeutischen gewünschten Position zum Oberkiefer eingestellt.
Verbindungselemente zwischen oberer und unterer Zahnspange oder eine einteilige Zahnspange für Ober- und Unterkiefer führen zu einer Fixierung der gewünschten Kieferrelation beim Mundschluss.

 

Um das einmal erreichte Behandlungsergebnis zu stabilisieren und das neu gewonnene Lächeln dauerhaft zu erhalten, können herausnehmbare Zahnspangen im Sinne von Retentionsapparaturen Anwendung finden. Die Tragezeit von herausnehmbaren Geräten beträgt etwa 16-18 Stunden pro Tag. Retentionsapparaturen werden nachts getragen.
 

Bewegungen einzelner Zähne hingegen sind mit herausnehmbaren Zahnspangen nur eingeschränkt möglich. Besser hierzu geeignet ist die Multiband-Multibracket-Apparatur (feste Zahnspange). Kleinere Zahnbewegungen lassen sich auch mit unsichtbaren Schienen durchführen.