F.A.Q


Die Kieferorthopädie ist eine Teildisziplin der Zahnmedizin, welche sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Zähne und Kiefer befasst.
Wir unterscheiden innerhalb der Kieferorthopädie wiederum die Teilbereiche

  • der Orthodontie, also der eigentlichen Zahnregulierung
  • die Orthognathie, die Beeinflussung von skelettalen also knöchernen Strukturen wie der Suturen, Synchondrosen, Knorpelstrukturen oder der Gaumennaht und
  • die Funktionskieferorthopädie (FKO)
    Sie befasst sich mit der funktionellen Umstellung des Kausystems durch funktionskieferorthopädische Geräte. In Anlehnung an die Begründer der Funktionskieferorthopädie ANDRESEN & HÄUPL stellt die FKO ein Therapieverfahren dar, welches unter Vermeidung mechanisch wirkender Apparaturen Muskelreflexe zur Bewegung der Zähne und Kiefer ausnutzt. Das bekannteste FKO-Gerät ist sicherlich der Aktivator.


Ein Kieferorthopäde wird auch als „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ bezeichnet. Nach dem Studium der Zahnmedizin beginnt die Weiterbildung zum Fachzahnarzt, die ein mehrjähriges Weiterbildungsprogramm umfasst. Dieses wird in kieferorthopädischen Fachpraxen und in Universitätskliniken absolviert und beinhaltet eine umfassende Spezialisierung im Fach Kieferorthopädie. Ein Kieferorthopäde bzw. Fachzahnarzt für Kieferorthopädie hat daher den höchstmöglichen Qualifizierungs- und Spezialisierungsgrad im Bereich der Kieferorthopädie.


Zum einen können Zahn- und Kieferfehlstellungen vererbt werden, sind also angeboren. Beispielsweise werden starke Vorbisse des Unterkiefers genauso gern von Generation zu Generation weitergereicht wie die Nichtanlage einzelner Zähne. Auch besonders kleine Kiefer, auf denen die Zähne zu wenig Platz haben, werden teilweise weitervererbt.
Zum anderen können Fehlstellungen auch während des Lebens erworben werden.
Daumenlutschen kann ebenso wie ein falsches Zungenschluckmuster oder der frühzeitige Verlust von Milchzähnen erheblichen Einfluss nehmen und schädigend wirken.


Zähne lassen sich ein Leben lang bewegen.


Auch im Erwachsenenalter lassen sich Funktion und Ästhetik des Gebisses optimieren. Wir bieten Ihnen ein breitgefächertes Behandlungsspektrum. Die Details Ihrer kieferorthopädischen Behandlung besprechen wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sofern Sie eine ästhetisch besonders ansprechende unsichtbare Behandlung wünschen, bieten wir Ihnen mit Keramikbrackets, der lingualen Bracketapparatur oder den unsichtbaren Clear Alignern interessante Möglichkeiten der Zahnkorrektur.


Wir unterscheiden herausnehmbare von festsitzenden Zahnspangen.


Verschiedene Ausprägungen von unterschiedlichen Zahn- und Kieferfehlstellungen machen eine Universalantwort auf diese Frage unmöglich. Grund hierfür ist auch die Tatsache, dass der ideale Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung sich nicht allein am Lebensalter orientiert. Auch das Zahnalter (Früh- oder Spätzahner), sowie das skelettale Alter (früh- oder spätreif) spielen eine entscheidende Rolle.
Sollte Ihr Kind anhaltende Lutschgewohnheiten haben, kann eine kurze Behandlung bereits bei 5-6-Jährigen eine störungsfreie Entwicklung des Gebisses unterstützen.
Bei ungünstigen Wachstumseinflüssen (z.B. starker Vor- oder Rückbiss des Unterkiefers) oder extremem Platzmangel kann zur Verhinderung der Progression eine Frühbehandlung indiziert sein. Diese wird im Alter von ca. 8-9 Jahren begonnen und dauert je nach Therapieziel etwa ein bis eineinhalb Jahre.
Hauptbehandlungen, welche sich meistens über einen Zeitraum von 2-4 Jahren erstrecken, werden idealerweise beim Wechsel der seitlichen Zähne begonnen. So kann auf den Durchbruch der bleibenden Zähne noch Einfluss genommen werden. Normalerweise ist zu diesem Zeitpunkt auch noch genügend Wachstum vorhanden.
Aber selbst wenn dieser Zeitpunkt bereits verpasst, ist machen spezielle Therapieformen kieferorthopädische Behandlungen in jedem Lebensalter möglich, auch wenn eventuell kein Wachstum mehr genutzt werden kann.
Sicherheitshalber sollten Sie Ihr Kind im Alter von 8 Jahren einem Kieferorthopäden vorstellen.


Beim ersten Beratungsgespräch wird eine den Zahnfehlstellungen angepasste kieferorthopädische Diagnostik durchgeführt. Diese besteht neben den im Anamnesebogen erhobenen Informationen zumeist aus Abdrücken der Kiefer, digitalen Röntgenbildern und Fotos. Mit Hilfe dieser diagnostischen Unterlagen erstellen wir einen auf Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse angepassten kieferorthopädischen Behandlungsplan. Der genaue Ablauf der Behandlung wird mit Ihnen im folgenden Termin ausführlich besprochen. Nach erfolgter Kostenzusage seitens der Krankenkasse werden Termine für die Eingliederung der ersten Behandlungsapparatur vereinbart.
Um sowohl während als auch nach der kieferorthopädischen Behandlung die Gesundheit der Zähne zu erhalten, ist es unerlässlich, dass die regelmäßigen Routinekontrollen bei Ihrem Zahnarzt weiterhin wahrgenommen werden.


Die Dauer der Behandlung hängt primär von den im Behandlungsplan definierten Zielen ab. Wie schnell diese umsetzbar sind, bestimmt unter anderem das Lebensalter des Patienten sowie seine biologische Reaktionslage und die Mitarbeit während der Behandlung. Die durchschnittliche Behandlungsdauer im Kinder- und Jugendalter beträgt zwischen 2 und 4 Jahre. Kleinere ästhetische Korrekturen sind auch schon in 4-6 Monaten zu realisieren.


Die Termine liegen bei der Behandlung mit herausnehmbaren Geräten regulär in vier- bis achtwöchigen, bei der Behandlung mit der festen Klammer in vier- bis fünfwöchigen Abständen. Besondere Behandlungsformen können auch deutlich kürzere Terminabstände erfordern, dies aber meist nur über einen kurzen Zeitraum.


Bei herausnehmbaren Zahnspangen ist die gründliche Reinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta in der Regel völlig ausreichend. Bei besonders hartnäckigen Ablagerungen kann in Einzelfällen auch auf Hilfsmittel wie Reinigungstabletten zurückgegriffen werden. Bitte fragen Sie uns nach geeigneten Reinigungsmitteln. Einige der im Handel angebotenen Produkte greifen die Oberfläche der Kunststoffbasis der Klammer an und sollten somit nicht verwendet werden.
Bei der festen Klammer bedarf es schon spezieller Hilfsmittel zur sorgfältigen Reinigung. Die sensibelsten Bereiche liegen meist zwischen den Brackets sowie zwischen Bracket und Zahnfleischrand. Diese sind für die Zahnbürste am schlechtesten zu erreichen. Genau deshalb ist hier besondere Pflege unerlässlich. Spezielle Zahnbürsten mit unterschiedlich hohen Borsten können in Kombination mit Interdentalzahnbürsten trotzdem für tadellose Putzergebnisse sorgen. Auch für die elektrische Zahnbürste gibt es spezielle Aufsätze für Zahnspangenträger. Der wichtigste Faktor jedoch ist, dass Sie sich für Ihre Zahnpflege genügend Zeit nehmen. Die gründliche Reinigung Ihrer Zähne mit der festen Klammer dauert etwa 5 Minuten. Eventuell können Sie durch eine anschließende Kontrolle mit Färbetabletten Ihre Zahnpflege weiter optimieren. Haben Sie Fragen zur Zahnpflege? Dann sprechen Sie uns bitte bei Ihrem nächsten Termn in unserer Praxis an. Wir demonstrieren Ihnen gerne die optimalen Putztechniken für eine exzellente Klammer- und Zahnpflege.


Wenn Sie Probleme mit Ihrer Zahnspange haben, kann Ihnen auf unserer ->Infocenter-> S.O.S – Seite geholfen werden


Selbstverständlich werden wir Ihren ästhetischen Ansprüchen gerecht. Sollten sie eine unsichtbare Behandlung wünschen, so halten wir mit unseren Keramikbrackets, der lingualen Apparatur oder den unsichtbaren Clear Alignern Alternativen für sie bereit.