S.O.S

Probleme mit der Zahnspange sind ärgerlich und treten meistens dann auf, wenn es am wenigsten passt. Wenn Sie einen Defekt an Ihrer Zahnspange bzw. der Zahnspange Ihres Kindes bemerken, kontaktieren Sie uns bitte umgehend und vereinbaren einen außerplanmäßigen Termin.



Sollte einmal ein Halteteilchen aus Metall von der Zahnspange abgebrochen sein, die Klammer zerbrochen oder gar verlorengegangen sein, ist ein umgehender Termin dringend notwendig, um den bereits erzielten Behandlungserfolg nicht binnen kurzer Zeit wieder zu gefährden. „Drückt“ die Klammer zunehmend oder passt überhaupt nicht mehr, ist dies oft ein Zeichen von zu geringer Tragedauer. Herausnehmbare Geräte sollten daher in den meisten Fällen mindestens 16 Stunden pro Tag getragen werden, in einigen Fällen sogar noch länger. Eigenmächtiges Nichttragen der Zahnspange (zum Beispiel während Klassenfahrten, während des Urlaubs oder auch bei Krankheiten) kann deshalb schnell zu deutlichen Rückschritten in der Behandlung führen.


Nach dem Einsetzen der festen Klammer kann es besonders in den ersten Tagen vorübergehend zu Überempfindlichkeitsreaktionen oder sogar Schmerzen an den Zähnen kommen. Weiche Kost lindert diese Problematik. Nur bei starken Schmerzen kann die Gabe eines milden altersgerechten Schmerzmittels erwogen werden, welches mit dem behandelnden Arzt bzw. Kinderarzt abgesprochen werden sollte. Um im weiteren Verlauf der Behandlung mögliche Probleme zu vermeiden, sollte auf das Kauen harter Nahrung (z.B. Nüsse) verzichtet werden. Obst und Gemüse im Rohzustand ist gesund. Darauf soll natürlich auf keinen Fall verzichtet werden. Obst und Gemüse bitte klein schneiden und auf den Seitenzähnen kauen.
Auch sollte keinesfalls die feste Klammer mit irgendeiner Art von Gegenständen manipuliert werden. Beim Auftreten von Irritationen der Wangenschleimhaut oder der Zunge verwenden Sie bitte das Protektionswachs, welches Sie von uns erhalten haben.
Sollte doch sich doch einmal ein Bracket gelöst oder sogar ein Draht verbogen haben, bitten wir um kurzfristige Terminabsprache.


Um die erreichte Zahnstellung dauerhaft zu sichern, wird bei Beendigung der aktiven Behandlung meist ein kleiner, von außen nicht sichtbarer Draht von innen hinter die Frontzähne geklebt. Obwohl dieser sehr flach und grazil ist, kann es sein, dass sich die Zunge in den ersten Tagen daran gewöhnen muss.

 

   


In seltenen Fällen kann es passieren, dass Speisereste an bzw. unter dem Retainer hängen bleiben (z.B. kleine Körner). Keinesfalls sollte dann mit einem Zahnstocher oder anderen festen Gegenständen versucht werden, die Stelle von den Speiseresten zu reinigen. Die bei einem solchen Reinigungsversuch unvermeidbar auf den Retainer wirkenden Scherkräfte können zum Bruch einer oder mehrerer Klebestellen führen. Die Reinigung mit der Zahnbürste oder manchmal auch das bloße Umspülen mit etwas Wasser schafft Abhilfe.
Langfristig ist eine jährliche Kontrolle des Retainers empfehlenswert. Sollte sich trotzdem eine Klebestelle lösen, vereinbaren Sie bitte umgehend einen Reparaturtermin. Auch hier gilt: Versuchen Sie bitte nicht, Teile des Retainers zu manipulieren oder gar zu verbiegen. Ansonsten ist eine Neuanfertigung des Retainers häufig unumgänglich.


Während der kieferorthopädischen Behandlung werden zum Teil sehr umfangreiche Zahnbewegungen durchgeführt. Da der Großteil dieser Bewegungen gegen einen Gewebewiderstand erfolgt, resultiert bei Erreichen des gewünschten Behandlungsergebnisses eine entsprechende Rückfall- bzw. Rezidivtendenz. Um solchen Rezidiven vorzubeugen, werden für Sie individuelle Retentionsgeräte geplant. Sofern diese herausnehmbar sind, erfordern sie Ihre konsequente Mitarbeit. In der Regel ist es erforderlich, diese Retentionsgeräte auch nach Abschluss der Behandlung weiterzutragen, oft genügt allerdings ein nächtliches Tragen. Eigenmächtiges Absetzen kann zu Rezidiven führen.
Falls ein Rezidiv bei Ihnen eingetreten ist, vereinbaren Sie bitte einen Nachuntersuchungstermin, in welchem wir mögliche Lösungen erörtern können.